Kommunen spielen eine bedeutsame Rolle bei der Energiewende

Deutshes Eck in Koblenz (Foto: Heike Brauer)

Deutshes Eck in Koblenz (Foto: Heike Brauer)

Koblenz (23. September 2011) - Ernst-Christoph Stolper betonte die Rolle der Städte und Gemeinden: “Klimaschutz braucht starke Kommunen. Rheinland-Pfalz setzt auf die Städte und Gemeinden, um die Energiewende zu meistern. Ziel ist es, bis 2030 den im Land benötigten Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu gewinnen.

Wir schaffen jetzt die Voraussetzungen für eine klimaverträgliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung. Die Kommunen sind wichtige Wegbereiter für diese Entwicklung und das Land unterstützt sie - etwa mit einer angepassten Landesplanung, entsprechenden Gesetzen und Förderung beispielhafter Projekte. Ich danke den Kommunen, dass sie unser gemeinsames Interesse anerkennen und dass sie immer stärker für den Klimaschutz aktiv sind.”Dr. Patrick Graichen sieht in den erneuerbaren Energien die Antwort auf die globalen Herausforderungen Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Ressourcenknappheit. Der Atomausstieg gemeinsam mit den Energie- und Klimaschutzzielen der Bundesregierung seien das Modernisierungs-Konzept für die deutsche Wirtschaft. Im Gegensatz zu den Erneuerbaren Energien ist die Energieeffizienz aber noch nicht allgemein akzeptiert. Gesetzliche Vorgaben könnten dies ändern.

Im Rahmen der Kommunalen Klimaschutz-Initiative der Bundesregierung sind bisher rund 2000 Projekte gefördert worden. “Wir planen den Bereich Kommunalförderung im Klimaschutz auszubauen”, versprach Graichen, “auf 75 Millionen Euro in 2012.” Und er sagte: “In der nächsten Legislatur-Periode braucht auch der Bund ein Klimaschutzgesetz.”

Außerdem bestätigte Graichen den kritischen Umgang des Klima-Bündnis mit der Nutzung von Biomasse: “Bei der Fernwärme müssen wir aufpassen, da wir in Deutschland nicht genug Biomasse haben. In Bayern droht schon heute der Wald von der CO2-Senke zur CO2-Quelle zu kippen.” Auch die Stadt Koblenz - Gastgeberin der Bundesgartenschau 2011 - hat sich auf den Weg gemacht, mit einem anspruchsvollen Klimaschutzkonzept und vielen Vorreiterprojekten im Bereich erneuerbare Energien und der Elektro-Mobilität. Ein Beispiel ist die mit Ökostrom betriebene Seilbahn als Verkehrskonzept für die BUGA.

Über das Klimabündnis

Das “Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e. V.” ist das größte Städtenetzwerk, das sich für Klimaschutz und den Erhalt der Tropenwälder einsetzt. Seit 1990 unterstützt das Klima-Bündnis mit über 1.600 Mitgliedern in 18 europäischen Ländern bei der Erreichung ihrer Selbstverpflichtung, den CO2-Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent zu senken. Ein weiteres Ziel ist es, die Pro-Kopf-Emissionen bis spätestens 2030 (Basisjahr 1990) zu halbieren. Zum Erhalt der tropischen Regenwälder kooperiert das Klima-Bündnis mit indigenen Völkern der Regenwälder.

Pressemitteilung : Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e. V.

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